Irks…

Irks. Mir steht etwas arg Unangenehmes bevor. Ich werde aller Voraussicht nach morgen eine schriftliche Missbilligung an einen meiner 7er austeilen. Nach diversen mündlichen Missbilligungen und einer Gnadenfrist vor Weihnachten bleibt mir jetzt nichts anderes übrig. Er hat meine Geduld durch unpassende Kommentare, fehlende Arbeitsmaterialien und Hausaufgaben, demonstratives Desinteresse und das Ablenken seiner Mitschüler, z.B. durch diverse spitze Gegenstände und diverse fliegende Objekte, extrem strapaziert. In den Pausen ist sein Verhalten aggressiv und seine Wortwahl recht explizit…

Nachdem er in der ersten Stunde nach den Weihnachtsferien wieder einmal meinte, er müsse verhaltensalternativ ins Stundengeschehen eingreifen, war es dann soweit…
Ich habe ihn in die hinterste Ecke des Raumes verbannt und ihm angekündigt, dass seine Eltern die schriftliche Missbilligung diese Woche zu Gesicht bekommen werden. Seine Mutter ist wohl sehr gluckenhaft und glaubt nie, dass ihr Sohn sich unmöglich verhält. Aber sein Vater scheint da wohl ein anderes Kaliber zu sein. Daher werde ich die Unterschrift beider Elternteile als Bestätigung der Einsichtnahme verlangen. Mit der Klassenlehrerin (ich bin übrigens stellvertretender Klassenlehrer dieser Klasse) ist alles abgesprochen.

Ich hoffe, er kommt so langsam mal zur Einsicht. Meine Geduld kennt eigentlich keine Grenzen. Aber er hat mich eines besseren belehrt. Und schlussendlich muss ich Konsequenz zeigen. Laut eigenem Bekunden weiß er schon, was als nächste „Strafe“ anstehen würde… schauen wir mal, wie er sich so in nächster Zeit verhält.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Irks…

  1. Jürgen schreibt:

    Wichtig ist, dass an einer Schule – egal, welcher Schulart – gemeinsame Strukturen gelten, die sich das Kollegium erarbeitet hat und die den Schülern vermittelt wurden. Das Verhalten vor den Weihnachtsferien scheint mir schon zu weit gegangen zu sein, schon da hätte man eingreifen sollen. Keine Gnadenfrist, tut mir leid.

  2. Jürgen schreibt:

    Und wieso ist eine „schriftliche Missbilligung“ (Mitteilung, Verweis?) etwas so Unangenehmes? Unangenehmer ist das Verhalten des Schülers, der seine Klassenkameraden vom Lernen abhält.

    • Der Referendar schreibt:

      Ich bin leider, wie bereits erwähnt, sehr bzw. zu geduldig. Und ich denke mal, bei mir fehlt es noch am notwendigen Repertoire, was das Prophylaxe und Umgang mit Unterrichtsstörungen anbelangt.
      Die schriftliche Missbilligung ist hier die Maßnahme, die vor dem Verweis kommt. Und irgendwie tue ich mich noch ein wenig schwer mit derlei Sachen. Ich hoffe immer, dass sich das Verhalten mit anderen Methoden ändern lässt. Naja, ich muss auf jeden Fall noch konsequenter werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s